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Im allgemeinen Sinne verweist der Begriff „Ähnlichkeit" auf Verwandtschaftsbeziehungen, die zwischen zwei oder mehreren Objekten bestehen. Lineare musikalische Strukturen (z. B. Melodien, Themen, Motive) sind ähnlich, wenn ein Teil ihrer parametrischen Merkmale (Tonhöhe, Tondauer und syntaktische Position) übereinstimmt. Fassungen ein und desselben Werkes, seien es Eigenbearbeitungen oder Fremdbearbeitungen, sind ähnlich, wenn sie im genannten Sinne strukturell wechselseitig aufeinander bezogen sind. Die zwischen Fassungen bestehende Ähnlichkeit ist unterschiedlich stark ausgeprägt, je nachdem ob viele oder nur wenige Strukturen übereinstimmen. Ähnlichkeit ist demnach skalierbar. Sie findet in den nicht-skalierbaren Kategorien Invarianz und Differenz zwei sie begrenzende Begriffe. Die strikte, vollständige und deshalb nicht skalierbare Übereinstimmung musikalischer Strukturen erfassen wir unter dem Begriff Invarianz, die jedoch keinesfalls ähnlich, sondern vollkommen identisch sind. Hier liegt eine Substanzgemeinschaft vor. Ähnlichkeit verstanden als partielle Übereinstimmung musikalischer Strukturen dagegen besteht in einer Substanzverwandtschaft. Sie ist abstufbar und gehört in die Ähnlichkeitskategorie der Varianz. Differenz schließt jede Ähnlichkeit aus. Auch wenn aufeinander beziehbare Fassungen vereinzelte strukturelle Differenzen aufweisen können, besteht zwischen derartigen Fassungen Ähnlichkeit aufgrund der vorhandenen invarianten und varianten Strukturen.
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Im allgemeinen Sinne verweist der Begriff „Ähnlichkeit" auf Verwandtschaftsbeziehungen, die zwischen zwei oder mehreren Objekten bestehen. Lineare musikalische Strukturen (z. B. Melodien, Themen, Motive) sind ähnlich, wenn ein Teil ihrer parametrischen Merkmale (Tonhöhe, Tondauer und [syntaktische Position]({% link _glossary/syntaktische-position.md %})) übereinstimmt. [Fassungen]({% link _glossary/fassung.md %}) ein und desselben Werkes, seien es Eigenbearbeitungen oder Fremdbearbeitungen, sind ähnlich, wenn sie im genannten Sinne strukturell wechselseitig aufeinander bezogen sind. Die zwischen Fassungen bestehende Ähnlichkeit ist unterschiedlich stark ausgeprägt, je nachdem ob viele oder nur wenige Strukturen übereinstimmen. Ähnlichkeit ist demnach skalierbar. Sie findet in den nicht-skalierbaren Kategorien [Invarianz]({% link _glossary/invarianz.md %}) und [Differenz]({% link _glossary/differenz.md %}) zwei sie begrenzende Begriffe. Die strikte, vollständige und deshalb nicht skalierbare Übereinstimmung musikalischer Strukturen erfassen wir unter dem Begriff Invarianz, die jedoch keinesfalls ähnlich, sondern vollkommen identisch sind. Hier liegt eine Substanzgemeinschaft vor. Ähnlichkeit verstanden als partielle Übereinstimmung musikalischer Strukturen dagegen besteht in einer Substanzverwandtschaft. Sie ist abstufbar und gehört in die Ähnlichkeitskategorie der Variante. Differenz schließt jede Ähnlichkeit aus. Auch wenn aufeinander beziehbare Fassungen vereinzelte strukturelle Differenzen aufweisen können, besteht zwischen derartigen Fassungen Ähnlichkeit aufgrund der vorhandenen invarianten und varianten Strukturen.
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Als relationale Kategorie im Bereich der genetischen Textkritik kann Ähnlichkeit nur dann sinnvoll untersucht werden, wenn die miteinander zu vergleichenden Objekte oder Strukturen in einem begründbaren genetischen oder historischen Zusammenhang stehen. So besteht beispielsweise zwischen dem in der Renaissance- und Barockmusik unendlich oft in unterschiedlichen melodischen Konstellationen anzutreffenden rhythmischen Muster und dem Kopfmotiv von Beethovens 5. Symphonie eine objektiv begründbare Ähnlichkeit, sie ist jedoch textgenetisch und historisch gegenstandslos.
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Als relationale Kategorie im Bereich der genetischen Textkritik kann Ähnlichkeit nur dann sinnvoll untersucht werden, wenn die miteinander zu vergleichenden Objekte oder Strukturen in einem begründbaren genetischen oder historischen Zusammenhang stehen. So besteht beispielsweise zwischen dem in der Renaissance- und Barockmusik unendlich oft in unterschiedlichen melodischen Konstellationen anzutreffenden rhythmischen Muster <imgsrc="{{ '/assets/images/glossary/Aehnlichkeit_rhytmischesMuster.jpg' | relative_url }}"alt="Rhythmisches Muster"class="inline-image" /> und dem Kopfmotiv von Beethovens 5. Symphonie eine objektiv begründbare Ähnlichkeit, sie ist jedoch textgenetisch und historisch gegenstandslos.
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